Drei Menschen aus dem Quartier

14.05.2024



Karlis Behrens 

Ich fühle mich wohl im Tabakquartier. Das Konzept hat mich hierher geführt. Es ist so frisch, modern, durchdacht und so stringent umgesetzt. Das gilt für die Architektur, aber auch für die Begegnung der Menschen hier, das Miteinander.

Das spürt man überall. Auf den Fluren, wenn man sich begegnet, kommt man schnell ins Gespräch. Ich war vorher mit meinem Studio in der Überseestadt. Das kann mit diesem Quartier gar nicht vergleichen.

Hier ist deutlich mehr Leben und es kommt mir vor, wie eine kleine Mini-Stadt. Man fühlt man sich wohl hier, gut aufgehoben wie in einer kleinen Burg. 



 

Marc Jachmann

Mich überzeugt das Konzept als Unternehmer und auch privat. Der Standort ist optimal, weil dieser in der Nähe unserer großen Kunden in der Airport-City und in der Überseestadt liegt. Als wir durch das Wachstum unserer Agentur eine größere Immobilie benötigten, hatten wir das Glück, beim Ausbau der Tabakspeicher Lofts zusammenlegen zu können und die Räume unseren Bedürfnissen optimal anzupassen.

Jetzt erleben wir, wie um uns herum ein sehr spannendes Quartier entsteht. Ob Gastronomie wie das „Justus“ und die „Foodbox“, oder Freizeitangebote wie die Bolderhalle - das ist für mich auch als Familienvater interessant. Das Tabakquartier bietet ein Umfeld, in dem unsere drei Kinder wunderbar aufwachsen können. Und deshalb haben wir uns auch zum Kauf einer Wohnung entschieden, die im nächsten Jahr fertiggestellt sein soll.

Mit unserer Agentur sind wir seit drei Jahren hier und erleben die positive Entwicklung Tag für Tag. Je mehr der Baustellenzaun verschwindet, desto offener und schöner wird das Ganze. Es ist nicht nur der Blick in die offene Landschaft im Anschluß an das Tabakquartier; auch der Park wächst. Es ist schön zu sehen, wie die Spielmöglichkeiten schon jetzt genutzt werden. Hier entsteht wirklich ein lebendiges Viertel mit einer tollen Mischung und kurzen Wegen. Ich freue mich schon darauf, dass ich bald nicht mehr ins Auto steigen muß, wenn ich nach Hause will…


Barbara Klein

Für uns bedeutet der neue Standort den Sprung in eine neue Epoche und das passend zum Jubiläum: Die Bremer Philharmoniker feiern in der Konzertsaison 2024/2025 ihre 200. Spielzeit. Unser neues Domizil in der Halle 1 des Tabakquartier findet das Orchester bei den Proben für die großen Philharmonischen Konzerte und Opern in der Glocke und im Theater Bremen optimale Voraussetzungen vor, weil Breite und Höhe der Bühne die Dimensionen in der Glocke nahezu 1:1 abbilden. Der Orchestersaal eignet sich deshalb auch verzüglich für Kammermusiken, Festivals, experimentelle Konzertreihen und Angebote für Schulklassen, Kinder und Familien, fast ohne Distanz zwischen Orchester und Publikum. 

Im gleiche Gebäude haben wir auch unsere Musikwerkstatt eingerichtet. Hier kann digital und analog erforscht werden, wie Klang entsteht und das im Konzert Erlebte mit Instrumenten und an Klangstationen nachgespürt werden. Und in der stimmungsvoll eingerichteten Lounge kommen Musiker und Besucher ins Gespräch. Hier besucht man nicht nur einfach ein Konzert, sondern erlebt ausgezeichneten musikalischen und künstlerischen Facettenreichtum wie „unter Freunden.“ Die Halle 1 zeigt wie unter einem Brennglas, was das Tabakquartier im Großen und Ganzen ist: Ein attraktiver, neuer Standort für innovative Unternehmen und Institutionen, für kreative Kulturschaffende und ein interessiertes, aufgeschlossenes Publikum - ganz klar ein Ort mit großem Potential.


Bildrechte Klaus Schmidt

Das untergegangene Imperium
16.05.2024

Das untergegangene Imperium

Rund 6000 Menschen arbeiteten einst in Europas größter Tabakfabrik während der Blüte in den 1960er Jahren, doch nach dem Verkauf der Firma Brinkmann folgte der Abstieg. Das riesige Arreal, zwischenzeitlich als Businesspark genutzt mit deutlichen Spuren des Niedergangs, wird derzeit revitalisiert und ist unter  dem Begriff Tabakquartier eines der spannendeste Projekte der Bremer Nachkriegszeit – auch weil Fehler anderer Quartierentwicklungen sich hier nicht wiederholen und die historischen Gebäude dem neuen Lebensraum vieler tausend Menschen ein unverwechselbares Gesicht verleihen. 

Kultur, Arbeit, Wirtschaft und  Wohnen miteinander verbunden
16.05.2024

Kultur, Arbeit, Wirtschaft und Wohnen miteinander verbunden

Auf dem 20 Hektar großen Gelände der früheren Tabakfabrik Martin Brinkmann entsteht derzeit in Bremen eine der gelungensten Projektentwicklungen Norddeutschlands, die am Rande des Ortsteils Woltmershausen rund 1000 Wohneinheiten mit Gewerbe, Gastronomie, Sport und Kultur rund um die als Denkmal geschützte Bausubstanz vereint. Klaus Schmidt sprach mit Burkhard Bojazian, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Immobilienunternehmens und Quartiersentwicklers Justus Grosse, über das ehrgeizige Projekt, das bis 2026 vollendet werden soll.

Hightech und Bienenstöcke
16.05.2024

Hightech und Bienenstöcke

Wie aus einer Industriebrache ein Musterbeispiel städtebaulicher Entwicklung werden kann, dafür liefert das Bremer Unternehmen Justus Grosse gerade eine Blaupause: Das über 20 Hektar große Gelände der ehemalige Brinkmann-Werke, einstmals das größte Tabakwerk Europas und später dem Verfall anheim gegeben, befindet sich in der Endphase einer Metamorphose von der „Schmuddelecke“ zu einem der angesagtesten Viertel der Stadt. Wohnungen, Künstlerateliers, Büros, Gewerbeflächen, Theater, Sportangebote, Kita, Gastronomie und ein Hotel vereinen sich hier zu einem gelungenen Ganzen.